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  • Qualität

Nachdem der Flüssigkeitsgehalt des Aushubs getestet wurde, wird anhand einer Formel genauestens berechnet, welchen Flüssigkeitsgehalt der Aushub braucht, um die gewünschten Fließeigenschaften für das Bauprojekt zu erreichen. Darauf wird das Mischungsverhältnis von Boden, Compound und Wasser eingestellt.

Der ausgebreitete Boden zeigt die fertige Mischung.
Durch das Ausbreitmaß wird getestet, ob der Boden die erwarteten Anforderungen erfüllt. Dafür wird er auf den Schlagtisch aufgeschlagen und das Ausbreitmaß des Bodens ausgemessen.

Das Ausbreitmaß soll z.B. 58 cm plus minus 2 cm Toleranz betragen, also 56 bis 60 cm Ausbreitung entsprechen damit dem richtigen Wert. Was darunter oder darüber liegt, muss korrigiert werden, d. h., es muss mehr Wasser hinzugegeben oder Wasser entzogen werden (siehe Foto 1).

Das richtige Mischungsverhältnis von Boden, Compound und Wasser muss jeden Morgen erneut gemessen werden, um den exakten Wert herzustellen. Der Boden reagiert auf die natürlichen Klimaverhältnisse seiner Umgebung wie Regen und Temperaturschwankungen. Sie müssen durch die Einstellung der Mischungsrezeptur jeden Tag ausgeglichen werden. Ein Boden ist auch nicht überall gleich, so können einige Meter des Aushubbereiches trockener sein als ein anderes Stück an der Baustelle. Auch diese Schwankungen werden berücksichtigt.

Die fertige Mischung wird zur Messung der Festigkeit als Probezylinder mit einem Durchmesser von 92 mm und einer Höhe von 110 mm in eine Presse eingespannt. Die Festigkeit ist für das Bauvorhaben genau festgelegt, der Boden muss der vorgegebenen Belastung entsprechen (siehe Foto 2).

DIE EIGENSCHAFTEN DES FLÜSSIGBODENS LASSEN SICH AUS BAUTECHNISCHEN GRÜNDEN GEZIELT STEUERN HINSICHTLICH: • Elastizitätsverhalten • Biege- und Längszugfestigkeit • Scherfestigkeit • Kohäsion • Schwingungsdämpfung Dichte • Wasserdurchlässigkeit • Relaxationsfähigkeit als Basis dauerhafter Reibekräfte • Wärmespeicherung, -ableitung und -dämmung • Verbesserung des Korrosionsschutzes